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Wettbewerb ASKÖ Center Neu - Neubau einer 3fach‐Sporthalle
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Städtebau – Einbindung
Das neue Bauvolumen wird in einem kompakten, präzisen, rechteckigen Baukörper innerhalb der vorgegebenen Bebauungsgrenzen im direkten Anschluss an das bestehende Tribünengebäude der Sportanlage situiert. Die vorgegebene Höhenbeschränkung wird mit Ausnahme des Bereichs an der Südecke des Gebäudes eingehalten. Entsprechend der Wettbewerbsausschreibung, die in Teilbereichen ein geringfügiges Überschreiten der Höhenvorgabe erlaubt, wird hier, im Bereich der großen ABC-Bewegungshalle, die vorgegebene Gebäudehöhe um ca. 1 m überschritten.
Die innere Verteilung und Schichtung der Nutzungen ermöglicht eine weitgehend transparente Ausbildung des Erdgeschoßes. Die so entstehenden Ein- und Durchblicke sind städtebaulich relevant, vermeiden das blockhafte Besetzen des Bauplatzes und erzeugen trotz der erheblichen Baumasse die Wirkung eines leichten, durchlässigen Volumens mit starker Wechselwirkung zwischen Innen und Außen.

Nutzung – Struktur
Die Nutzungsgruppen des Raumprogramms sind sind zu logischen Einheiten zusammengefasst und in übereinander gestapelten Schichten angeordnet.

Erschließung – Verknüpfung
Das ASKÖ-Sportcenter wird stirnseitig vom nordöstlichen Vorplatz aus betreten. Über das Foyer gelangen die Besucher bei Veranstaltungen direkt und barrierefrei zu den beidseitig der Halle angeordneten Zuschauertribünen.
Im Bereich des Aufgangs zur bestehenden Freitribüne, wo auch die dem Foyer zugehörigen Nebenräume angeordnet sind, ist das Gebäude an die Bestandsräume im Erdgeschoß angebunden. In diesem Bereich befindet sich auch die vertikale Haupterschließung, über die die jeweiligen Nutzergruppen zu den Umkleidebereichen der Sporthalle im Untergeschoß bzw. zum ABC-Bewegungscenter und zum Buffetbereich im Obergeschoß geführt werden.
Zusätzlich zu dieser vertikalen Haupterschließung sind drei weitere Treppenanlagen eingeplant, die neben ihrer Funktion als Fluchtwege zusätzliche interne Verbindungen schaffen: Sie verbinden die Umkleidebereiche der Sporthalle mit dem ABC-Bewegungscenter und sowie den Verwaltungsbereich mit dem Foyer und dem direktem Zugang vom Vorplatz.

Materialität – Außenbild
Das Erscheinungsbild des neuen Gebäudes wird stark durch seine ausgeprägte horizontale Schichtung bestimmt. Der leichten, transparenten Erdgeschoßzone mit starkem öffentlichem Charakter steht die massive, körperhafte Ausbildung des Obergeschoßes und des Dachtragwerks gegenüber.
Dieser Gegensatz wird mit Hilfe der verspiegelten Fassadengestaltung des Obergeschoßes abstrahiert. Die Ausbildung als Curtain-Wall-Fassade mit großformatigen, verspiegelten Glaselementen und fassadenbündig eingesetzten Fensterkonstruktionen konterkariert die Körperhaftigkeit dieses Bauteils. Es kommt zu einem zwischen Materialität und Immaterialität changierenden Erscheinungsbild. Diese Dialektik verrückt die tradierten Sichtweisen im direkten und gegenständlichen Sinn. Der Körper spiegelt seine sich im Laufe der Tages- und Jahreszeiten verändernde Umgebung und verliert dadurch seine Körperhaftigkeit – nicht aber seine Präsenz.

Auftraggeber: ASKÖ-Landesverband Steiermark, Graz
Raumprogramm: 3fach Halle, Bewegungshallen, Foyer, Buffet und Nebenräume mit insgesamt 3.500 m² Nettonutzfläche.
Adresse: Schloßstraße 20, 8020 Graz
Mitarbeit: Lisa Posch, Stefanie Klocke, Benjamin Konrad
Planungszeit: Juli-September 2011

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