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Stadionneubau in Klagenfurt zur EURO 2008
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Aufgabenstellung: „Das gegenständliche Verfahren hat die Erlangung von architektonischen Entwürfen inklusive haustechnischen Konzepten sowie verbindliche Preisangebote für die Umsetzung als Generalübernehmer für ein Basisstadion und ein EM-Stadion mit Veranstaltungsstruktur auf dem Gebiet des derzeitigen Klagenfurter Stadions sowie des angrenzenden Areals des derzeitigen Stadtgartenamtes zum Inhalt. [...]“ (Auszug aus der Ausschreibung)

EM-Stadion: Das Stadion und die angelagerten Nutzungen werden in einem Baukörper am Ostrand des Grundstücks realisiert, möglichst nahe am bestehenden Trainingsfeld. Das gewährleistet großzügige Vorbereiche und Aufenthaltszonen vor den Besuchereingängen. Die Besucherströme werden bereits im Stadionvorfeld zu den vier Sektoreneingängen geleitet.

Die Fernwirkung des Stadions wird durch die einfache, prägnante Geometrie des Daches bestimmt. Die aufgeklappten, hinterleuchteten Membranflügel setzen ein kräftiges Zeichen im Stadtraum.
Bei der Annäherung an das Stadion rückt die Betonstruktur des Baukörpers (Umgänge) in den Vordergrund. Der konstruktive Raster der Tribünen wird bis an den äußersten Rand der Fassade geführt und bildet gemeinsam mit den horizontalen Unterteilungen ein dreidimensionales Netz unterschiedlicher Tiefe. In dieses werden je nach Bedarf sowohl die temporären, als auch die stationären Versorgungseinheiten eingestellt.

In den Eingangsbereichen schieben sich die tragenden Scheiben als Zugangstrichter in den Stadionvorraum. Nach der Zutrittskontrolle bewegen sich die Besucher auf einem Umgang auf Erdgeschossniveau, auf einer Ebene 4,40 m darüber und auf Umgängen im Norden, Osten, Süden und Westen auf 8,20 m Höhe. Nur an ausgewählten Stellen wird der Raster unterbrochen und Blicke in die Umgebung freigegeben. Auch die Zugangsseite für Spieler, Funktionäre, VIPs und Medien ist durch die raumgreifende Fassade geprägt. Über einen großzügigen gedeckten Vorbereich werden diese Zonen erschlossen.

Die Zuschauerränge des EM-Stadions bilden im unteren Rang einen geschlossenen Ring. Im Oberrang sind zusätzliche Tribünen an den Längs- und Schmalseiten des Stadions aufgebaut. Durch die besondere Dachkonstruktion mit den aufgeklappten Flügeln an den vier Seiten sowie den vom Dach geschlossenen Ecken wird die dichte Atmosphäre einer Arena geschaffen.

Basisstadion: Nach Abschluss der Europameisterschaft kann das Stadion, wie gefordert, durch den Abbau der oberen Tribünen zurückgebaut werden. Nach dem Rückbau bilden die Zuschauerränge im Basisstadion eine kompakte, geschlossene Arena. Durch das abgesenkte, jedoch nach wie vor frei gespannte, fliegende Dach entsteht eine einzigartige Stimmung. Trotz großzügiger Offenheit wird eine dichte, stimmungsvolle Atmosphäre für Zuseher und Spieler geschaffen, die an die EURO 2008 erinnert und gleichzeitig ein angemessenes Zeichen für Kärnten und die Zukunft des österreichischen Fußballs ist.
Nach der Euro kann an der Ecke Siebenhügelstrasse / Südring die geforderte Mantelbebauung errichtet werden.

Ballsportkompetenzzentrum & Fußballakademie: Beide Gebäude werden im Nordwesten erschlossen und bilden mit dem Stadion einen Baukörper. Das Kompetenzzentrum und die Fußballakademie werden wie das Stadion von einem dreidimensionalen Netz aus Scheiben unterschiedlicher Tiefe gefasst. Es gliedert die großen Baumassen und erfüllt hier gleichzeitig unterschiedliche Funktionen, ist Sonnenschutz, Loggia und Beleuchtungskörper. Beide Bauteile werden bereits vor der EM errichtet und stehen während dieser den Funktionären, VIPs, und Medien zur Verfügung.

„Warum letztlich ein teureres und unschöneres Projekt realisiert wurde, weiß nicht einmal der Wind.“

Auftraggeber: Stadt Klagenfurt, vertreten durch das Österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau
Generalübernehmer: Swietelsky Baugesellschaft m.b.H., 4020 Linz
Generalplaner: pool Architektur ZT GmbH, Schwalm-Theiss & Gressenbauer ZT GmbH
Architektur: pool Architektur ZT GmbH, Arup Sport, London
Mitarbeiter/innen: Isabelle Höpfner, Alexander Laber, Andreas Rumpfhuber
Tragwerksplanung: Fröhlich & Locher ZT GmbH, DI Georg Hochrainer
TGA-Planung: TB ZFG-Projekt GmbH, TB Eipeldauer + Partner GmbH
Landschaftsplanung: DI Anna Detzlhofer
Bauphysik: Dr.Pfeiler ZT GmbH
Graphik -Design, Leitsystem: Erwin Bauer KEG
Spielrasen: Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. – Sportstättenbau
Küchenplanung: Ing. Peter Stria
Raumprogramm: Planungsgebiet ca. 127.000 m² Stadion für 30.000 Zuschauer (Euro) bzw. 12.000 Zuschauer (Basis), Fussballakademie 3.200 m², Ballsportkompetenzzentrum 6.300 m², Sportpark, Mantelnutzungen 20.000 m²
Adresse: Siebenhügelstrasse / Südring, 9020 Klagenfurt
Planungszeit: August 2004 – März 2005

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