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Wohnhaus im Kabelwerk
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Das Areal im 12. Bezirk von Wien ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U6) als auch durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) gut erschlossen. Nach dem Ende der Kabel- und Drahtproduktion wurde das Areal an eine Gruppe von Wohnbauträgern verkauft und ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Aufbauend auf dem Ergebnis dieses Wettbewerbs aus dem Jahr 1998 wurde in den folgenden Jahren durch die Magistratsabteilung 21B und die Architekten Rainer Pirker und Florian Haydn ein Bebauungsplan entwickelt, der mit flexiblen Planungsvorgaben die Entwicklung eines innovativen Stadtteils ermöglichen sollte. Grundlage dieses Bebauungsplanes bilden Struktureinheiten, in denen die Gebäude über die Vorgabe maximaler Kubaturen und Gebäudehöhen, Anbaupflichten und dergleichen definiert.werden. Im Jahr 2002 wurde eine Architektengruppe gebildet und mit der Planung der ca. 100.000 m² Nutzfläche beauftragt. Als eines der 6 Büros dieser Architektengruppe haben wir insgesamt 3 Gebäude am Gelände des Kabelwerks geplant: Poolhaus, Solitär und Lux.

Das Poolhaus liegt an der nördlichen Kante des zentralen Platzes im Kabelwerk-Areal. Funktional gliedert sich das Gebäude in zwei Einheiten, die von großzügigen Hallen erschlossen werden, aber auf allen Ebenen miteinander verknüpft sind. Der westliche Bereich beherbergt 39 Wohnungen für die Normösterreicherin. Der größere, zum Platz hin orientierte Gebäudeteil besteht aus 213 möblierten Apartments zum Zwecke des Kurzzeitwohnens. Durchsetzt ist diese Struktur mit öffentlichen und halböffentlichen Gemeinschaftseinrichtungen. Diese reichen von Gemeinschaftsküchen, Hobbyräumen, Waschsalon, Saunabereich bis zum Freibad mit großzügiger Dachterrasse und begrünter Liegewiese. Nachdem ein Teil dieser Einrichtungen, wie Freibad, Fitnessraum und Sauna, von allen Bewohnerinnen des Kabelwerks genutzt werden kann, ist das Poolhaus das „öffentlichste“ Gebäude im Kabelwerk. So versteht sich die große Erschließungshalle auch als öffentlicher Raum. Sie durchzieht das Sockelgschoß von Norden nach Süden und bildet nicht nur das Entrée für die Bewohner des Hauses, sondern auch den Zugang für die Gemeinschaftseinrichtungen im Dachbereich. Die Halle wird von einer Stiegenröhre dominiert, die zum einen als Fluchtweg für Freizeiteinrichtungen dient und zum anderen Orte der Kommunikation für die Bewohner bildet. Gerade den Kommunikationsbereichen wurde besonderes Augenmerk geschenkt, sowohl was die Lage als auch was die Ausstattung betrifft. So befindet sich die üblicherweise im Keller versteckte Waschküche in bester, aussichtsreicher Lage im 6. Obergeschoss. Im Sockelgeschoß befinden sich vermietbare Lokalflächen in ausreichendem Maß, um dem Stadtleben Raum zu geben.

Auftraggeber: Kabelwerk Bauträger GmbH, 1120 Wien
Gebietsmanagement: Stadt Wien, vertreten durch die MA 21/B, DI Herbert Buchner und DI Volkmar Pamer
Architektengruppe Kabelwerk: Hermann & Valentiny & Partner (Bauteile D-Nord, J), Mascha & Seethaler (A, D-Süd, E), pool Architektur ZT GmbH (B, F), Schwalm-Theiss & Gressenbauer ZT GmbH©, Werkstatt Wien + Holnsteiner & CO (X, Y, Z), DI Martin Wurnig (G, H).
Fotos: Hertha Hurnaus

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