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Geladener Wettbewerb Mayermühle, St.Pölten

Das Bauvolumen entwickelt sich innerhalb der bestehenden Bebauungsbestimmungen und formt sich entsprechend den Höhen- und Lichteinfallsbestimmungen zu einem charakterstarken, geschliffenen Schlussstein der bestehenden Bebauung nördlich der Wienerstraße. Unter Anwendung der Erkerregelung der NÖ Bauordnung und einem teilweisen Zurückweichen von der gegebenen Baufluchtlinie entlang der Straße, wird der nach dem Abbruch der Mayer-Mühle städtebaulich nicht mehr nachvollziehbare Rücksprung der Baufluchtlinie im Baukörper vermieden und es entsteht ein kompaktes,homogenes Erscheinungsbild.

Entsprechend der Wettbewerbsausschreibung verteilen sich die Nutzungen im Gebäude. Die Büros sind in den Geschossen Erdgeschoss bis viertes Obergeschoss angeordnet. Die Büroflächen für die landesnahe Dienststelle befinden sich im Erdgeschoss und einem Teil des ersten Obergeschosses, sind direkt vom kleinen Vorplatz an der Wienerstraße aus zugänglich und durch eine interne Treppe miteinander verbunden. Die zugehörigen Lagerflächen befinden sich im zweiten Untergeschoss. Im fünften Obergeschoss und dem darüber liegenden Dachgeschoss sind acht Wohnungen angeordnet. Der Hauptzugang und die Vertikalerschließung ist zentral im Inneneck des Gebäudes situiert, wirkt wie ein Gelenk in der Struktur und bildet eine optimale Erschließung mit kurze Wegen in den Geschossen.

Die als Stahlbetonskelett konzipierte Tragstruktur des Gebäudes und die zentrale Lage der Vertikalerschließung bilden die optimale Voraussetzung zur flexiblen Teilung der Bürogeschosse. Von einer geschossweisen Teilung über eine Verkehrsflächen sparende Zweiteilung der einzelnen Geschosse bis hin zu einer Vielfachteilung mit Mittelgangerschließung ermöglicht diese Struktur trotz ihrer Kleinheit zahlreiche Möglichkeiten.

Die Wohnungen sind mit Ausnahme einer Kleinwohnung als Maisonettwohnungen mit Mittelgangerschließung konzipiert. In der unteren Eingangsebene der Maisonetten befinden sich die Schlaf-, Sanitär- und Nebenräume. Die darüber angeordneten, über eine Wendeltreppe erreichbaren Wohnküchen sind großzügig zu einer durch Ausschnitte der Dachform entstehenden, vorgelagerten Dachterrasse verglast. Durch das streifenweise Ausschneiden der Dachfläche und Anordnen der Dachterrassen entstehen hochqualitative, geschützte Freibereiche, die einerseits das Südlicht tief in die Wohnräume bringen und andererseits den Blick nach Norden, über die Dächer der Innenstadt, ermöglichen.

Auftraggeber: Alpenland
Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgen.m.b.H., St.Pölten
Raumprogramm: 2.460 m² Wohnnutzfläche und 660 m² Büronutzfläche
Adresse: Lederergasse, 3100 St.Pölten
Mitarbeiter: Benjamin Konrad, Lisa Posch, Constanze Einhell
Planungszeit: Mai – Juli 2009