mainz

Realisierungswettbewerb Wohnen am Hartenbergpark - 2.Preis

Das leicht erhöht gelegene Planungsgebiet liegt in Mainz im Stadtbezirk Hartenberg/Mönchfeld auf dem Areal der ehemaligen „Peter-Jordan-Schule“ und grenzt direkt an den Hartenbergpark an.
Hier wird der Neubau eines Wohnquartieres mit hohen Nachbarschaftsqualitäten vorgesehen.
Städtebaulich steht vor allem das Leitbild eines durchgrünten, autofreien Stadtteils im Zentrum. Die neue Wohnbebauung fügt sich in die bestehende Landschafts- und Grünstruktur des Hartenbergparks ein und wird von ihr umrahmt. Das neue Quartier nimmt einerseits Bezug auf die kräftige südseitig gegenüberliegende Bebauung, andererseits wird die Struktur der Bebauung in nördlicher Richtung Park feinkörniger.
Die einzelnen Baukörper entwickeln für sich jeweils starke Identitäten, bilden durch ihre Stellungen und Ausrichtungen aber auch ein Ensemble.
Im Zentrum steht der Gemeinschaftsraum mit dem Quartiers- und Festplatz. Als größere Raumzone umfließt er die Gemeinschaftseinrichtung und erhält durch eine differenzierte Gestaltung unterschiedliche Charaktere, die eine vielseitige Nutzung und Bespielung im Quartier ermöglichen. Während der nördliche Platz mit den bestehenden Bäumen als grüne Mitte in Erscheinung tritt, erhält der südliche Bereich einen urbanen Platzcharakter.
Im westlichen Bereich stehen den Bewohnern zwei Gemeinschaftsgärten mit anmietbaren Beeten zur Verfügung. Die Kinder- und Jugendspielplätze orientieren sich Richtung Hartenbergpark. Dadurch kann sich der Spielfluss in den Park ausweiten und die Wohnanlage wird durch Spiellärm nur geringfügig belastet. Das Kleinkinderspiel liegt in der grünen Mitte im Anschluß an den Gemeinschaftsraum
Der Übergang vom öffentlichen über den halböffentlichen Raum ins Private wird mittels Stadtloggien gewährleistet, die entlang der zentralen Haupterschließung jeweils den Hauszugängen zugeordnet sind. Diese dienen einerseits der jeweiligen Hausgemeinschaft als Treffpunkt, andererseits orientieren sie sich auch zu den Plätzen und Erschließungswegen, um die Kommunikation zu unterstützen.
Im direkten Nahbereich der Spiel- und Sportanlagen im Norden und Osten, dem am stärksten durch Freizeitlärm belasteten Grundstücksbereich, werden Hofhäuser vorgesehen, die sich mit ihren geschlossenen Fronten nach Norden und Osten orientieren. Westlich davon kommt eine Laubengangerschliessung zur Anwendung. Dadurch orientieren sich auch hier alle Aufenthaltsräume nach Westen. Die Küchen, Eingangsbereiche und die Wohnungsvorzonen öffnen sich zur Morgensonne und ermöglichen den Blick über die Hofhäuser hinweg in den östlichen Teil des Hartenbergparks.

Rendering: schreinerkastler

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb, 2.Preis
Auslober: emag GmbH / WB Wohnraum Mainz GmbH & Co. KG
Programm: Neubau eines Wohnquartiers auf einem ehemaligen Schulstandort am Hartenbergpark mit einer Geschossfläche von ca. 24.750m2
Adresse: ehemalige „Peter-Jordan-Schule“ in Mainz Hartenberg/ Münchfeld – Jakob-Steffan-Strasse/ Am Judensand
Landschaftsplanung: rajek barosch landschaftsarchitektur
MitarbeiterInnen: Casper G Zehner, Lisa Posch, Benjamin Konrad, Emina Delalic, Robert Riegler, Valentin Hofer
Planungszeitraum: Mai 2015 – März 2016