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Städtebauliche Studie für Groningen (NL)
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Was ist gutes Wohnen?

Neben der eigentlichen Wohnzelle kommt dem nahen Wohnumfeld eine hohe Bedeutung zu. Genau jener Zone kann man nicht genug Aufmerksamkeit schenken, denn hier findet der Übergang vom öffentlichen, zum halböffentlichen und letztendlich zum privaten Raum statt. Eine Kommunikationszone von größter Bedeutung.

Beim gegenständlichen Projekt wird diese Filterwirkung durch die Überlagerung von verschiedenen Nutzungsschichten erreicht. Es werden einzelne Schichten so übereinander gelegt, dass beim Durchgang durch diese das Private oder das Öffentliche zu- oder abnimmt.

So legt sich eine poröse Schicht aus Einzelhäusern über eine öffentliche Schicht – Verkaufsflächen, Garagen und dergleichen. In Teilbereichen werden die Einzelhäuser angehoben: Einerseits zur Verbesserung des Ausblicks und der Besonnung dieser Häuser, andererseits um eine halböffentliche Zone mit Flächen der Hausgemeinschaft einzuschieben. Hier befinden sich Kinderspielplatz, Hauszugänge, Cafe, Fitness, Fahrrad­abstellflächen und funktionsoffene Flächen, gerichtet zur Aneignung durch die Hausgemeinschaft.

Die Einzelhäuser selbst, basieren auf fünf Grundmodulen und werden so variiert, dass bei 85 Wohnungen 23 Varianten entstehen. Großzügige Garten- und Freibereiche auf allen Ebenen garantieren höchsten Wohnkomfort.

Durch atriumartige Höfe und Gärten öffnet sich das Innere der Häuser nach Süden, während die äußere Gebäudehülle der einzelnen Einheiten relativ geschlossen bleibt. Dachbegrünungen und Pflanz-Kessel mit der Möglichkeit, auch größere Bäume in jedem Garten pflanzen zu können, erzeugen zudem klimatisch natürliche Filterwirkungen. Durch Schichtung der Funktionen kann trotz einer maximalen Größe des vom städtischen in das Grundstück hinein diffundierenden halb-öffentlichen Raumes eine sehr hohe Dichte erreicht werden. Damit zeichnet sich das Projekt über eine nachhaltige Interpretation des Einfamilienhauses hinaus nicht zuletzt auch städtebaulich durch eine hohe Flexibilität und damit Nachhaltigkeit der Nutzungen aus.

Das ist gutes Wohnen!

Auftraggeber: Stadt Groningen
Raumprogramm: 86 Wohneinheiten mit 7.025 m² Wohnnutzfläche, 1.725 m² Medizinisches Universitätszentrum, 600 m² Büros und Geschäfte auf 5.150 m² Grundfläche.
Adresse: Bodenterrain, Groningen
Mitarbeiter: Benjamin Konrad, Lisa Posch, Manuel Schloz
Planungszeit: Dezember 2008 – März 2009

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