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Dachgeschossausbau in der Josefstädter Strasse

Ein gründerzeitliches Zinshaus in ausgezeichneter Lage im 8. Wiener Bezirk sollte generalsaniert und im Dachgeschoß um 10 temporär vermietete Kleinwohnungen erweitert werden. Dabei wurde der straßenseitige Bauteil mit einem zweiten Dachgeschoß aufgestockt.
Um die Apartments bestmöglich zu erschließen und auch eine spätere Zusammenlegbarkeit der Einheiten zu ermöglichen, wurde im ersten Dachgeschoß ein rund um den bestehenden Innenhof führender Laubengang vorgesehen. Durch diese ringförmige Erschließung war es möglich, die Wohnungen zum Laubengang hin ohne besonderen Brandschutz zu öffnen, da durch die Fluchtmöglichkeit in zwei Richtungen für jede Wohnung ein zweiter Rettungsweg zum abgeschlossenen Stiegenhaus gegeben ist. Den Wohnungen im Hoftrakt wurde ein schmaler, privater Aussenbereich vorgelagert, der durch eine undurchsichtige, aber lichtdurchlässige Glaswand zum Laubengang hin abgeschirmt ist. Von diesem Freibereich führen ebenfalls lichtdurchlässige Gitterroststiegen zur jeweiligen Dachterrasse. Die straßenseitigen Wohnungen im ersten und zweiten Dachgeschoß erhalten ihre Freibereiche durch Einschnitte in die Schrägdachfläche. Im zweiten Dachgeschoß werden diese Terrassen mit Sonnenschutzdächern aus Stahlblechlamellen überdeckt, die zur formalen Beruhigung mit den seitlich angeordneten Dachgauben der Schlafzimmer verbunden sind.

Auftraggeber: PRIMA Wohnimmobilien AG, Albertgasse 35, 1080 Wien
Raumprogramm: 10 Apartments aif 665 m² Wohnnutzfläche, 185 m² Terrassen
Adresse: Josefstädter Straße 70, 1080 Wien
Mitarbeiter/innen: Benjamin Konrad (Projektleitung), Antje Ott, Judith Haas, Philipp Schallnau
Planungszeit: August 2006 – Dezember 2007