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Büro- und Wohnhaus am Hernalser Gürtel
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Das Gebäude wird zum Headquarter der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften Neue Heimat, GEWOG sowie des Bauträgers At Home.
Der Standort zeichnet sich durch seine besondere stadträumliche Lage aus: Das Grundstück bildet den Abschluss eines den Gürtel begleitenden Gebäudeblocks. Es ist an drei Seiten frei zugänglich, vorgelagert ist ein unverbaubarer, städtischer Freibereich. Zudem erlaubt der Bebauungsplan eine städtebauliche Akzentuierung der Bebauung in die Höhe. Die ausgezeichnete Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, die direkte Lage an der U-Bahn und am Radwegenetz der Stadt sowie die außerordentlich hohe Frequenz der vorbeiführenden Verkehrsströme qualifizieren den Standort zur Nutzung durch ein Bürogebäude, wobei die oberen 3 Geschosse zzt. gehobenem Wohnen vorbehalten sind.

Das Gebäude formt sich aus den baulichen und strukturellen Gegebenheiten seines Umfeldes. Es schließt die Blockrandbebauung Veronikagasse – Hernalser Gürtel – Friedmanngasse und entwickelt sich, der Widmung entsprechend, als Akzentuierung der Blockrandbebauung in die Höhe, wobei die erlaubte Kubatur den städtebaulichen Gegebenheiten entsprechend verformt wird. So wird das Bauvolumen der unteren Geschoße in Richtung des unverbaubaren städtischen Vorplatzes verschoben, ab dem fünften Obergeschoß jedoch unter 30° zurückgeschnitten, um die optimale Belichtung der gegenüberliegenden Häuser in der Veronikagasse zu gewährleisten. Der unterschiedlichen städtischen Gewichtung von Gürtel und Veronikagasse Rechnung tragend, schiebt sich das Gebäude in den oberen Geschoßen in Richtung Gürtel vor. Diese Verlagerung der Gebäudekubatur wird im Dachgeschoß weitergeführt, wodurch entlang der Veronikagasse eine Dachterrasse entsteht.

Der nach städtebaulichen und architektonischen Prämissen geformte Baukörper wird vom gleichmäßigen, großzügigen Raster der Fensteröffnungen überzogen, der größtmögliche Flexibilität bei der Nutzung der Büroeinheiten gewährleistet. Dadurch wird die körperhafte Erscheinung des Gebäudes auf arbiträre Weise gebrochen. Die äußere Haut der Fassade wird mit bronzefarbenen, gelochten Aluminiumblechen verkleidet, die mit dunkel& matt eloxierten Alu-Paneelen hinterlegt sind. So entsteht ein extremer Kontrast zwischen der glitzernden Oberfläche der eloxierten Aluminumplatten und dem mattschwarzen Untergrund. Die Lochung der Fassadenbleche überzieht das Gebäude als großflächiges Muster, das, je nach Abstand und Winkel des Betrachters, unterschiedliche Moiré-Effekte entstehen lässt.

Auftraggeber: Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft + at home Immobilien GmbH, 1080 Wien
Raumprogramm: 4.150 m² Büronutzfläche in EG, 8 Obergeschoßen und Dachgeschoß, 1.120 m² Wohnnutzfläche im 9.-11. OG, 53 Stellpätze in 3 Untergeschoßen.
Adresse: Hernalser Gürtel 1, 1170 Wien
Mitarbeiter/innen: Casper G. Zehner & Benjamin Konrad (Projektleitung), Alex Dworschak, Christoph Ebner, Valentin Hofer, Stefanie Klocke, Alexander Masching, Lisa Posch, Verena Profanter, Achim Reese, Robert Riegler, Sandro Ruiu, Manuel Schloz, Elisabeth Weber
Statik: Spirk & Partner, Wien
Bauphysik: Feit Team Bauphysik, Klosterneuburg
Haustechnik: Ing.Jauk KG, Neumarkt i.M.
Brandschutz: BFBU, Schwechat
Visualisierung: schreinerkastler
Planungs- und Bauzeit: 2007 – 2014
Fotos: Hertha Hurnaus

Ausgezeichnet mit dem Aluminium-Architekturpreis 2016

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