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Realisierungswettbewerb für ein Hochhaus in Linz
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Hochhausprojekt
Das 95m hohe Wohnhochhaus befindet sich an der Wildbergstraße in Linz und steht in einer klaren Beziehung zu den übergeordneten, höheren Bebauungen der Umgebung.
Durch eine dreihüftige Gliederung (Nutzung – Erschließung – Nutzung) gelingt es die beiden Nutzungskomplexe Wohnen und Schule in einem Baukörper zu vereinen.
Vom EG bis zum 4.OG (3.-4.OG gedeckter Freibereich – Trennung zwischen Schule und Wohnen) befindet sich die Cluster-Schule Lisa Junior.
Nordöstlich, angeschlossen an das Hochhaus liegt eine halb eingegrabene Turnhalle mit Terrasse am Dach.
Die darauffolgenden Geschosse 5-29 sind den Wohnungen vorbehalten, welche symmetrische Regelgeschosse bilden. Variiert werden diese Regelgeschosse durch unterschiedlich situierte, teilweise mehrgeschossige Bereiche (Terrassen für Hausgemeinschaft) für die natürliche Belichtung des Stiegenhauskerns.
Das Erscheinungsbild des Gebäudes ist bestimmt durch die Geschoss- und Wohnungsstruktur abbildende plastische Gliederung der Fassade.
Die aus Brandschutzgründen vorgezogenen Geschossdecken, die als wohnungszugeordneten Freibereiche und als Freiraumergänzung im Schulbereich dienen, und die konsequent den jeweiligen Wohnungstrennwänden folgenden Loggientrennungen erzeugen eine räumliche Strukturierung des Gebäudes und bilden eine raue, den Windkomfort verbessernde Fassadenoberfläche.
Die unterschiedlichen Tiefen der Wohnungsloggien verstärken diese plastische Wirkung und brechen in spielerischer Art die strukturelle Strenge des Gebäudes. Das Haus verändert sein Erscheinungsbild im Wechsel der Licht- und Betrachtungsverhältnisse.
Das Spiel zwischen Leichtigkeit und Schwere des sich nach außen hin skeleletthaft darstellenden Gebäudevolumens, wird durch die Farbgebung weitergeführt. Die vorgehängte, umlaufende Loggienkonstruktion aus hellen Betonfertigteilen kontrastiert mit den dunkel eingefärbten vorgeformten Glasfaserbetonplatten der Außenwand des Gebäudes.
Die Tragkonstruktion des Gebäudes wird in Stahlbetonbauweise ausgeführt. Eine 22 cm starke Stahlbetondecke leitet die Lasten in die vertikalen Stützelemente des Stiegenhauskerns und den Stützenreihen an den Gang- und Außenwänden. Diese Konzeption erzeugt größtmögliche Flexibilität in allen Planungsphasen.

Ideenteil – Bebauung Wildbergstraße/Reindlstraße
Der innerstädtischen Lage mit ausgezeichneter Verkehrsanbindung und hervorragendem Freiraumangebot entsprechend wird vorgeschlagen, die Gewerbebauten entlang der Reindlstraße durch eine mit Büronutzung durchmischte Wohnbebauung zu ersetzen, ebenso wie das neue Hochhaus eingefügt in die übergeordnete orthogonale Ordnung des vorhandenen Stadtgefüges.
Das Bauwerk ist ein gemischt genutzter Gebäudekomplex mit 3-geschossigem, 12m hohem Sockel und einem 5-geschossigen Hochhausteil mit einer Höhe von 30m. In den unteren 4 Ebenen sind Handelsflächen mit 7.000m² Bruttofläche, in den 4 Geschoßen darüber Büroflächen mit ca. 4.600m² angeordnet. Im 2. Obergeschoss verbindet eine Brücke die Verkaufsflächen mit der Lentia-Einkaufspassage, das belebt das Gebäude und vernetzt es mit dem angrenzenden Stadtraum.

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