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Österreichischer Beitrag zur 9. 'Biennale di Venezia' 2004

Die 9. Internationale Architektur-Biennale von Venedig hatte das Generalthema „Metamorph“. Es ging um die Untersuchung der kulturellen und technologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, welche den Planungsprozess und das Berufsbild der Architektinnen nachhaltig verändert haben. Wir wurden neben drei anderen Architekturbüros und der Supermarktkette Mpreis als Vertreter Österreichs ausgewählt.
Zur Begründung ihrer Architektenwahl meint die Kommissärin Marta Schreieck: „Vier ausgeprägte individuelle Einzelpositionen geben Einblick in die Vielfalt der Denk- und Handlungsweisen einer jungen ambitionierten Architektur-Szene, die interaktiv in Team- und Networking den Architekturbegriff um multiple funktionelle Wirksamkeiten erweitert und durch ihre Aktivitäten gegenwärtig zum treibenden Element in der expandierenden österreichischen Architekturlandschaft geworden ist.“

Zwei Projekte waren es, die wir auf der Biennale präsentierten: Die Schlossereihalle Trum (1999-2000) und Rolphi, das Geschäft für Sonnenbrillen (2000). Um die beiden abwesenden Architekturen abseits ihrer architektonischen Form zu präsentieren, wurden zwei Kurzfilme nach einem Drehbuch von Manfred Schenekl gedreht, der eine über einen Tag im Leben der Schlosserhalle mit Bar in Trumau, der andere über die Geschichte eines Geschäftslokals in einem Shoppingcenter bei Wien. Jenseits der herkömmlichen Darstellung von Architektur geht es um den sinnlichen und funktionalen Überschuss, der aus der Mehrschichtigkeit in Funktion und Nutzung entsteht. Gezeigt wurden die Filme in einer zwischen die Seitenflügel des österreichischen Pavillons gespannten Schattenbox.

Kommissärin: Marta Schreieck
Weitere Teilnehmer: Mpreis, alles wird gut, Querkraft, the next enterprise.
Texte im Biennale-Katalog: Manfred Schenekl
Videos: Gangart
Planungs- und Bauzeit: Mai – September 2004